Hilfe, bin ich nachlässig! Grad eben war noch November 2008, jetzt ist schon Januar 2009. Happy New Year 
Irgendwie ist das Leben in Norwegen doch so spannend, dass ich kaum dazu komme (oder es immer wieder vergesse...), meinen Blog am Leben zu halten. Deshalb werd ich euch jetzt zeigen, was in der Zwischenzeit hier passiert ist.
Wenige Tage nach meiner Ankunft fand das erste Highlight statt: unsere kleine deutsche Seifenwerkstatt. Schließlich stand bald Weihnachten vor der Tür. Also wurde Steffi's Küche kurzerhand in eine Werkstatt umfunktioniert und zusammen mit Katharina haben wir uns dann kreativ ausgetobt. Von mittags um 13 Uhr bis abends 20 Uhr waren wir mit der Seifenherstellung beschäftigt, aber es hat sich gelohnt! Da Weihnachten inzwischen auch schon vorbei ist, kann ich sagen, dass die kleinen Saubermacher gut ankamen und keiner glauben wollte, dass es selbstgemachte Seife ist.


Ein paar Tage später musste ich die zweite Hürde überwinden und mir ein Kleid für Stefan's julebord (Weihnachtsfeier) kaufen. Da geht in Norwegen NIEMAND in Jeans hin. Ich hatte das Gefühl, ganz Oslo feiert julebord, denn so viele schöne Kleider hab ich in Deutschland noch nie gesehen. Es hat auch nur einen Nachmittag gedauert, dann hatte ich Kleid, Schuhe, Jäckchen und Strumpfhose gekauft. Jaja, die männlichen Leser werden schon die Augen verdrehen... Der Abend war auch sehr schön, mit gutem Essen wie "Sauerkraut", das hier total anders schmeckt, Julepølse, Milchreis und anderen norwegischen Leckereien. Und jeder Menge Alkohol! Ich hab mich auch in meinem Kleid wohl gefühlt 

Was in der Vorweihnachtszeit natürlich nicht fehlen durfte, war ein Besuch im Freilichtmuseum, denn dort war großer Weihnachtsmarkt. Wahrscheinlich der schönste weit und breit. Zusammen mit Steffi, Terje, Pamela, Amelie, Silvio und Nele streiften wir stundenlang über den kalten Markt, doch es war schön. Besonders bei den alten traditionellen Holzhäusern auf dem Gelände bekam ich sehr schnell dieses Norwegen-Wohlfühl-Feeling.






Schließlich kam der 13.12., der für Deutsche nicht so viel Bedeutung hat. Doch bei Skandinaven-Fans klingelt es jetzt, denn das ist der St. Lucia Tag, das Fest des Lichtes. An diesem Tag tragen alle Mädchen weiße Kleider und einen Kerzenkranz auf dem Kopf. Doch bevor wir uns den traditionellen Lucia-Umzug ansahen, war erstmal wichteln angesagt. Stefan und ich hatten in unsere kleine, feine Wohnung ein paar Gäste eingeladen: Pamela, Amelie, Silvio, Nele, Miri, Linda und Svenja. Barbara war Überraschungsgast. Wir waren also zehn Leutchen. Und jeder hatte einen Platz! Mit ein paar Plätzchen, Kakao, Christstollen und Glühwein feierten wir also unser eigenes Lucia-Weihnachtsfest, verteilten Wichtelgeschenke und spielten Tabu XXL mit Knotenknut. Der Lucia-Umzug war zwar weniger spektakulär als gedacht, aber immerhin gibt es ihn (schließlich kommt der Brauch aus Schweden).

Da ich am 16.12. schon nach Deutschland aufbrach, war das sozusagen der "leuchtende" Abschluss in Oslo. Schön war's 